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Schmelzkammergranulat - ein ökologischer Baustoff

Der Bundesverband Kraftwerksnebenprodukte e.V. (BVK), ein Zusammenschluß von Herstellern und Vertreibern von Kraftwerksnebenprodukten, informiert zum Thema Schmelzkammergranulat:

  • Schmelzkammergranulat ist die im Wasserbad erstarrte Schmelze der nichtbrennbaren mineralischen Bestandteile der Steinkohle.
  • Das glasige Produkt hat eine dunkelgraue bis schwarze Farbe, eine gedrungene kubische Kornform und eine glatte Oberfläche. Es verhält sich praktisch inert. Die Produktion wird regelmäßig überwacht, das Produkt ist zuverlässig in seinen Eigenschaften.
  • Es ersetzt natürliche Rohstoffe wie Grob- und Feinkiese, Sand, Schotter und Splitt. Es schont damit natürliche Ressourcen und entlastet die Umwelt. Die jährlich produzierten Mengen von nahezu 2,0 Mio. t werden vollständig als Rohstoff und Baustoff eingesetzt, vorwiegend im Erd-, Straßen- und Tiefbau.
  • Schwermetalle und Salze sind auslaugsicher eingebunden. In systematischen Auslaugversuchen wurde nachgewiesen, daß keine umweltschädlichen Konzentrationen im Eluatwasser auftreten. (Die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung wurden in keinem Fall überschritten.)
  • Gemäß Erlaß des Landes NRW ergeben sich "für die Verwertung von Schmelzkammergranulat aus wasserwirtschaftlicher Sicht keine besonderen Anforderungen"!
  • Schmelzkammergranulat darf im Erd- und Straßenbau auch innerhalb wasserwirtschaftlich bedeutender und empfindlicher Gebiete sowie innerhalb hydrogeologisch sensitiver Gebiete für alle Arten von Konstruktionen eingesetzt werden.
  • Schmelzkammergranulat hat ein geringes Schüttgewicht, das bedeutet weniger Transportgewicht und damit weniger Umweltbelastung.
  • Zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten, z. B. als Zuschlag sowie als Schütt- und Filtermaterial, sind aufgrund der günstigen Produkteigenschaften bekannt.
  • Die Verwendung von Schmelzkammergranulat für die Flächendränung auf Deponien ist aufgrund der bodenmechanischen und chemischen Eigenschaften gegeben.
  • Schmelzkammergranulat eignet sich als Grundgerüst eines Pflanzensubstrats für die Dachbegrünung und substituiert damit abzubauende Naturmaterialien wie Bims und Lava als auch Stoffe wie Blähton, Schaumglas oder Mineralwolle, die energieaufwendig produziert werden müssen.
  • Wegen seiner Härte und Rauhigkeit wird Schmelzkammergranulat auch als umweltfreundliches Streugut genutzt.
  • Aufbereitetes Schmelzkammergranulat eignet sich als Strahlmittel zum Entrosten, Reinigen und zur Oberflächenbehandlung. Alle Anforderungen der Technischen Regel für gefährliche Arbeitsstoffe, Strahlmittel TRGS 503 (insbesondere Gehalt an silikogenen, toxischen und cancerogenen Komponenten) werden erfüllt.

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