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Eigenschaften von Schmelzkammergranulat für die Verwendung als Deponiefiltermaterial
Schmelzkammergranulat als Schutzschicht für HDPE-Folien
Schmelzkammergranulat als Filter an der Oberfläche (Wurzelbaumdrainage) Aufgrund seiner Produkteigenschaften eignet sich Schmelzkammergranulat hervorragend als Filtermaterial. Seine geringe Schüttdichte bedeutet weniger Transportgewicht und damit weniger Umweltbelastungen. Für die Verwendung von Schmelzkammergranulat ergeben sich aus wasserwirtschaftlicher Sicht keine Einschränkungen. KorngrößenverteilungSchmelzkammergranulat ist gemäß DIN 4022 als enggestufter stark sandiger Feinkies einzuordnen, der Feinanteil (Schluff/Tonanteil <0,063 mm) liegt deutlich unter 3 %. Nach DIN 18196 fällt Schmelzkammergranulat in die Gruppe der grobkörnigen Böden GE. Kornhärte/KornzerkleinerungDas Einzelkorn des Schmelzkammergranulates ist formstabil. Kornbrüche wurden z. B. bei Überschüttungen mit bis zu 30 m Erdreich nicht festgestellt. Dies wurde gutachterlich nach Prüfungen an Proctorproben bestätigt: Schmelzkammergranulat weist auch nach dem Verdichten eine kaum meßbare Kornzerkleinerung auf. Schüttdichte und ProctordichteDie Schüttdichte von Schmelzkammergranulat liegt bei ca. 1,0 bis 1,2 t/m³, die Proctordichte liegt zwischen 1,3 und 1,5 t/m³. Mit der Schüttdichte wird die beim Einbau im lockeren unverdichteten Zustand erreichbare Dichte ermittelt; diese Schüttdichte entspricht der auf Deponien gängigen Einbaupraxis. ScherfestigkeitSchmelzkammergranulat besteht aus sehr scharfkantigen gebrochenen Körnern. Der Reibungswinkel liegt bei 40 - 45°. Daraus resultiert eine ausreichende Standsicherheit bei Böschungsneigungen von 1 : 2,5. Porenraum und WasserdurchlässigkeitBeim Einsatz von Schmelzkammergranulat als Entwässerungsschicht werden die Anforderungen der für den Deponiebau geltenden TA-Abfall an den Porenraum mit ca. 37 - 42 % erfüllt. Die bei annähernd 100 % Proctordichte ermittelten Durchlässigkeitsbeiwerte k liegen bei ca. 1 bis 3 x 10-3m/s. Schmelzkammergranulat ist nach DIN 18130 als stark durchlässig zu bezeichnen. Durch die Formstabilität des Schmelzkammergranulats ist die Wasserdurchlässigkeit nahezu unabhängig von der Einbaudichte und auch ein Befahren mit schwerem Baugerät (Planierraupen o. ä.) ist möglich, ohne dass die Vorgaben der TA-Siedlungsabfall verletzt werden. FrostbeständigkeitEin weiterer Vorteil ist der hohe Frostwiderstand. Gemäß der Beurteilung der Frostempfindlichkeit nach ZTVE-StB 94 ist Schmelzkammergranulat in Klasse F1 - nicht frostempfindlich - einzustufen. Chemische BeschaffenheitSchmelzkammergranulat enthält keine organischen Verunreinigungen wie z. B. Huminsäure und humusartige Stoffe. Calciumcarbonat ist herstellungsbedingt nicht vorhanden. Schmelzkammergranulat ist frei von löslichen Salzen und weist keine umweltschädlichen Konzentrationen insbesondere an Schwermetallen auf. Alle Schwermetalle sind fest in der Glasmatrix eingebunden. In systematischen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass Schmelzkammgranulat beim Auslaugen keine umweltschädlichen Inhaltsstoffe freisetzt (Unterschreitung aller Grenzwerte der Trinkwasserverordnung). |
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