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Anwendung

Gipsputz im Innenausbau
Gipskartonplatten im Hausbau

Der in Steinkohlekraftwerken hergestellte REA-Gips wird nahezu vollständig in der Gips- und Zementindustrie als Rohstoff genutzt. REA-Gips aus Braunkohlekraftwerken wurde in der Vergangenheit überwiegend umweltschonend in den ausgekohlten Tagebauen zur Rekultivierung und Wiedernutzbarmachung der Oberflächen z.B. für landwirtschaftliche Zwecke verwertet.

Durch neue Reinigungsverfahren wird REA-Gips aus Braunkohle heute in gleicher Qualität wie REA-Gips aus Steinkohle hergestellt und als Düngemittel und Bodenverbesserer sowie bei der Herstellung von Gipskartonplatten und in Form von alpha-Halbhydrat als Bindemittel für Fließestrich und für Bergbaumörtel genutzt.

Die Umwandlung von REA-Gips zu alpha-Halbhydrat erfolgt großtechnologisch in Autoklaven und erreicht Jahreskapazitäten von mehreren 100 000 Tonnen.

Auch die Produktion von Anhydrit aus REA-Gips ist von großer Bedeutung, nicht zuletzt für die Herstellung von Fließestrich.

Bauphysiologisch ist REA-Gips ein positiv zu bewertender Baustoff für den Innenausbau, da er regulierend auf die Luftfeuchtigkeit wirkt.

Allgemein ist die Baustoffindustrie (Gips- und Zementhersteller) Großabnehmer für REA-Gips, der dort zu Gipskartonplatten und Putzgips sowie bei der Zementherstellung als Erstarrungsregler eingesetzt wird. Neue, erfolgversprechende Anwendungen werden zur Zeit erprobt und beschränken sich nicht nur auf den Bereich der Gipsindustrie.


 
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