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Beispiel: Unterwasserbetonsohle
Treppenhauskern im Forum Köpenick Für die Bauten am Potsdamer Platz verbot sich die Trockenlegung der Baugruben durch Grundwasserabsenkung aufgrund der nahen Grünanlage Tiergarten und der umgebenden Bebauung. Die Baugrubensohle wurde als Betonsohle im Unterwassereinbau ausgeführt. Sie musste folgende konstruktive Aufgaben erfüllen:
Die Debis-Baugrube, Abschnitt B, mit vier Untergeschossen (Tiefe ca. 19 m, Fläche ca. 24.000 m²) und die Baugrube Regionalbahnhof (Tiefe ca. 20 m bis 22 m, Fläche ca. 13.000 m²) wurden mit rückverankerten Unterwasserbetonsohlen (1,2 m Dicke) aus Stahlfaserbeton hergestellt. Erdaushub, Einrütteln der Verankerungspfähle und Betonieren der Sohle fanden unter Wasser statt. Grundwasseranalysen aus Brunnen am Potsdamer Platz führten zur Forderung nach einem erhöhten Sulfatwiderstand des Unterwasserbetons. Durch Einsatz von Hochofenzement und Steinkohlenflugasche konnte diese Forderung erfüllt werden. Mit hohen Steinkohlenflugaschegehalten wurde der Problematik der Wärmeentwicklung bei den Betonierabschnitten von Feldgrößen bis zu 1.300 m² und 1,2 m Sohlendicke begegnet. Das Ziel, einerseits eine zügige Erhärtung des Betons sicherzustellen und andererseits die Betontemperaturen im Griff zu halten, wurde zunächst durch Absenken des Zementgehaltes und Erhöhung des Gehaltes an Steinkohlenflugasche und in den Sommermonaten zusätzlich durch Umstellung auf Hochofenzement erreicht (siehe Tabelle). Für Betonzusammensetzungen außerhalb DIN 1045 wurde eine bauaufsichtliche Zustimmung im Einzelfall erwirkt.
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