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Logistik & Volumen
Transport von Steinkohlenflugasche per Bahn Im Zentrum der alten und neuen Hauptstadt von Deutschland wurden Bauvorhaben realisiert, bei denen sowohl ungeheure Mengen an Abraum wie auch die Versorgung mit riesigen Mengen an Baustoffen bewältigt werden mussten, ohne das bereits stark belastete öffentliche Verkehrsnetz in Mitleidenschaft zu ziehen. Aus diesem Grund wurde von Seiten der Bauträger ein Verzicht der Nutzung öffentlicher Straßen als Grundsatzforderung vorgegeben. Die Anlieferungen der als Betonzusatzstoff benötigten Mengen an Steinkohlenflugasche erfolgten daher ausschließlich per Bahn. Bis zu 670 Tonnen Steinkohlenflugasche wurden zeitweise pro Tag benötigt - eine logistische Herausforderung für die Vertragspartner. 100 Silo-Bahnwaggons mit jeweils 28 Tonnen Fassungsvermögen bewerkstelligten im ständigen Einsatz die Dauerversorgung der Baustelle. Großbaustelle Potsdamer PlatzDas Bauvorhaben Potsdamer Platz umfasste Wohn-, Büro- und Geschäftsraum sowie das Gebäude eines neuen Regionalbahnhofs der Fernbahn. Es entstand ein neues Stadtviertel einschließlich der dafür erforderlichen Infrastruktur wie Parkflächen, Technik, Lager, Anlieferung und Entsorgung, die in den Untergeschossen untergebracht sind. Währen der Betriebsdauer der Baustelle waren 6 Millionen Tonnen Aushub und 200.000 Tonnen Baustellenabfälle zu bewältigen. Gleichzeitig wurde Transportbeton mit einem Volumen von 1,7-1,8 Millionen m³ verarbeitet. Dieser benötigte ca. 550.000 Tonnen Zement und ca. 100.000 Tonnen Steinkohlenflugasche als Betonzusatzstoff. Anfangs wurden aus Umweltschutzgründen, insbesondere aus grundwasserhygienischer Sicht, gegen die verwendeten Betone mit Steinkohlenflugasche von der Senatsverwaltung Berlin Bedenken erhoben, die soweit gingen, dass sowohl für den Zement als auch für die Flugasche Unbedenklichkeitsnachweise bezüglich einer möglichen Auslaugung von Schwermetallen gefordert wurden. Erst nach umfangreichen Untersuchungen durch ein Fachinstitut erteilte die zuständige Senatsbehörde die Zustimmung zum Einsatz mit der Auflage, regelmäßig Kontrollprüfungen durchzuführen. Die in großem Umfang durchgeführten Grundwasserkontrollen haben zu keinem Zeitpunkt Hinweise auf eine Beeinträchtigung des Grundwassers erkennen lassen. Großbaustelle SpreebogenDer Spreebogen Berlin umfasste die Parlaments- und Regierungsgebäude: Reichstag, Dorotheenblöcke, Alsenblock/Luisenblock und das Bundeskanzleramt, das Bauvorhaben Lehrter Bahnhof sowie den nördlichen Teil des Tiergartentunnels. Für die Realisierung der Bauvorhaben mussten insgesamt 6 Millionen Tonnen Boden abgefahren und 1,5 Millionen m³ Beton (davon ca. 130.000 m³ wasserundurchlässiger Unterwasserbeton) mit ca. 500.000 Tonnen Zement und 100.000 Tonnen Betonzusatzstoff Steinkohlenflugasche sowie 2,9 Millionen Tonnen Zuschläge eingebaut werden. Die Summe der bewegten Erdmassen, Zuschläge und Beton betrug bis zu 38.000 Tonnen täglich! Instandsetzung der Berliner StadtbahnNeben der Erneuerung des Viadukt-Gleisbetts und der Erneuerung bzw. Instandsetzung von 52 Brücken im Streckenverlauf waren auch umfangreiche Umbau-, Neubau- und Instandhaltungsarbeiten an den verschiedenen S-Bahnhöfen erforderlich. Allein bei den Instandsetzungsarbeiten entlang des S-Bahn-Körpers wurden bis zum endgültigen Abschluss der Arbeiten insgesamt ca. 130.000 m³ Beton veranschlagt. |
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