| 1980 | Erste Richtlinien für die Erteilung von Prüfzeichen für Steinkohlenflugasche als Betonzusatzstoff nach DIN 1045 und die Durchführung der Überwachung der Herstellung des Instituts für Bautechnik (IfBt) Bis Ende 1980 sind bereits 34 Prüfzeichen erteilt.
Anwendung bei alkaliempfindlichem Zuschlag wird erlaubt.
Die Technische Vereinigung der Großkraftwerkbetreiber e.V. (VGB) startet ein gemeinschaftlich finanziertes Verbund-forschungsprogramm "Entsorgung von Reststoffen aus Kohlekraftwerken und Müllverbrennungsanlagen" (ERKOM). Unter dem Dach von ERKOM werden systematisch Forschungsaufträge zur Erfassung und Beschreibung von Flugascheeigenschaften an unabhängige Hochschulinstitute vergeben. |
| 1982 | Mit der EN 112 (später EN 196 Teil 3) zur Raumbeständigkeitsprüfung (Le- Chatellier) geht zum ersten Mal eine europäische Norm in die Prüfbescheide ein.
Anwendung bei einer zementgebundenen Flugaschetragschicht einer temporären Umfahrung an der A 620 bei Völklingen.
VGB richtet ein eigenes Baustofflabor ein ( bis 1989).
VGB Sondertagung "Verwertung von Verbrennungsrückständen" (Essen). |
| 1983 | Bisher sind 42 Prüfzeichen als Betonzusatzstoff für Steinkohlenflugasche erteilt und in Anwendung.

Bei Beton für Außenbauteile und bei Betonen mit besonderen Eigenschaften kann die Steinkohlenflugasche auf den w/z-Wert mit k= 0,3 angerechnet werden. Bei Außenbauteilbeton darf der Mindestzementgehalt reduziert werden.
Eine Versuchsstrecke mit Steinkohlenflugasche wird im Saarland unter Beteiligung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) gebaut, die noch heute unter Verkehr liegt.
In dem neu gegründeten Arbeitskreis des Verband Deutscher Betoningenieure e.V. VDB arbeiten 13 Firmen erstmals zum Thema "Beton mit Flugaschezement und mit Flugasche als Betonzusatzstoff". |
| 1984 | Die k-Wert-Regelung geht in die vorhandenen Prüfbescheide ein Verbändeübergreifende Sondertagung "25 Jahre Beton mit Flugasche" (Essen): VGB, BVK und BTB Bundesverband der deutschen Transportbetonindustrie e.V. |
| 1985 | Unter Mitwirkung von BVK und "Abnehmern" erstellt der VGB- Gemeinschaftsausschuß "Reststoffe und Abfälle" ein Verwertungskonzept für Reststoffe aus Kohlekraftwerken und veröffentlicht es in drei Teilen
- Gips aus der Rauchgasentschwefelung (1986)
- Aschen (1988) und
- Rückstände aus der Wasser- und Abwasseraufbereitung (1990)
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| 1987 | Die Anrechenbarkeit mit dem k-Wert wird auch für Betone für Innenbauteile aufgenommen. |
| 1988 | Wegfall des Blaine-Wertes und der Kornrohdichte als Prüfkriterien für SFA im Rahmen der Güteüberwachung.
Merkblatt der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) für die Verfestigung von Steinkohlenflugasche mit hydraulischen Bindemitteln. |
| 1990 | Gesamtgültige Prüfrichtlinien und Überwachungsrichtlinien für Betonzusatzstoffe (FA) des IfBt (1993 bereits erneut überarbeitet).
Gründung der Beratungsgesellschaft zur Förderung der Verwertung von Kohlekraftwerksnebenprodukten BFK-Marketing GmbH (18.05.1990) mit BVK als alleinigem Gesellschafter.

Gründung von ECOBA (European Association for Use of the By- Products of Coal-fired Power-Stations e.V. (BVK und VGB sind deutsche Gründungsmitglieder).

VDB-AK "Flugasche im Beton" wird gegründet (in Folge erscheinen verschiedene VDB-Informationen über Flugasche im Beton).
Bau einer Werkstrasse aus Beton mit Steinkohlenflugasche, abweichend vom Regelwerk wird Flugasche auf den Zementgehalt angerechnet. |
| 1991 | Anwendungserweiterung bei Unterwasserbeton nach DIN 1045 und bei Bohrpfahlbeton nach DIN 4014 (Anrechenbarkeitswert k= 0,7), bei Beton nach DIN V ENV 206 und uneingeschränkte Anwendung von Flugasche mit dem neu erschienenen Portlandkalksteinzement.
Redaktionelle Anpassung der Anrechenbarkeit bei Unterwasserbeton
BVK-Video "Steinkohlenflugasche - Ein Baustoff mit Qualität"
VGB Konferenz "Flugasche im Beton" in Düsseldorf
2 Millionen Tonnen SFA/Jahr ( entsprechend ca. 7 % des Zementverbrauchs) werden als Betonzusatzstoff eingesetzt. |
| 1992 | Anhebung des k-Wertes auf 0,4;
Beibehaltung der Sonderregelung k=0,7
BVK-Vertreter sprechen mit Bundesumweltminister Claus Töpfer in Bonn. |
| 1993 | 1. Ausgabe der BVK-Betontechnischen Empfehlungen
Mit Zustimmung im Einzelfall werden für den Kraftwerkneubau Schkopau 60.000 m3 Fundamentbeton B25 mit 200 kg/m3 SFA und 180 kg/m3 Zement hergestellt.
Braunkohlenasche aus Brikettierkohle wird in die Düngemittel-verordnung unter der Typenbezeichnung "Rückstandskalk" aufgenommen.
FGSV gibt Technische Lieferbedingungen und Merkblätter für Steinkohlenflugasche und Schmelzkammergranulat im Straßenbau heraus. |
| 1994 | Veröffentlichung der EN 450 "Flugasche für Beton - Definition, Anforderungen und Güteüberwachung".
FGSV- Merkblatt über die Verwendung von Kesselasche im Straßenbau. |
| 1995 | Änderungen der Prüfbescheide in allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen (gemäß neuer Musterbauordnung). Anwendungserweiterung für Spannbeton und bei Außenbauteilbeton BI, B25 einfacher Austausch bei Reduzierung des Mindestzementgehaltes.
Veröffentlichung der EN 450 als DIN EN 450 mit dem Status einer Deutschen Norm.
Zustimmung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) zur Anwendung von Steinkohlenflugasche bei der Herstellung von Beton mit hohem Sulfatwiderstand ohne Verwendung von HSZement 1995 bis 1998
Für die größte Stadtbaustelle der Welt, Berlin-Potsdamer Platz, werden mehr als 1,5 Millionen m³ Beton mit ca. 100.000 Tonnen Steinkohlenflugasche verbaut.
Eine ähnlich große Menge Flugasche wurde für die Bauten im Bereich des Spreebogens genutzt . |
| 1996 | Bauaufsichtliche Einführung der DIN EN 450 durch die Aufnahme der Bauregelliste A Teil 1.
Veröffentlichung der Richtlinie des Deutschen Ausschuß für Stahlbeton (DAfStb) "Verwendung von Flugasche nach DIN EN 450 im Betonbau".
2. überarbeitete Ausgabe der "BVK-Betontechnischen Empfehlungen VGB/BVK-Konferenz - Nebenprodukte aus Kohlekraftwerken" (Essen) |
| 1997 | Bauaufsichtliche Einführung der DIN EN 450 und der DAfStb-Richtlinie durch die Bundesländer.
BVK Rechtsgutachten "Kraftwerksnebenprodukte und Keislaufwirtschafts- und Abfallgesetz" (RA Dr. Weidemann) |
| 1998 | Erster BVK-Gemeinschaftsmessestand anlässlich der internationalen Baufachmesse bautec in Berlin Erste gemeinsame Fachtagung des BVK mit der Fördergemeinschaft zur Information der Hochschullehrer für das Bauwesen e.V. (FIHB) in Gelsenkirchen zum Thema "Baustoffe aus Kohlekraftwerken".
Erste bauaufsichtliche Zulassung für eine Braunkohlenflugasche.
Der Einsatz von Steinkohlenflugasche in selbstverdichtendem Beton wird Stand der Technik. VGB/BVK Fachtagung "Flugasche in Beton" (Düsseldorf) |
| 1998/1999 | Durchführung einer BVK-Image-Kampagne:
• BVK Imagebroschüre erscheint
• Anzeigenserie: "Für Sie sind unsere Produkte durchs Feuer gegangen".

In der Bauregelliste A wird gemäß Lfd.Nr. 1.3.4 SFA als Betonzusatzstoff mit Übereinstimmungsnachweis (ÜZ) und allgemeiner bauaufsichtlichen Zulassung (Z) sowie in Anlage 1.6 die Mitverbrennung von Hartbraunkohle (bis zu 10 M.- %) und kommunalem Klärschlamm (bis zu 5 M.-% Trockenmasse) geregelt.
Erste BVK-Betontechnische Merkblätter "Säureresistenter Beton SRB 85/35" mit hohen Flugascheanteilen, der erstmals an dem Naturzugkühlturm Niederaußem verwendet wird und die bis dahin übliche aufwendige und kostenintensive Beschichtung der Kühlturmschale unnötig macht. |