| 1930 |
Prof. Richard Grün macht erste Untersuchungen mit Steinkohlenflugstäuben (1937 wird erstmals in den USA über die Möglichkeit der Verwendung von Steinkohlenflugasche als Betonzusatzstoff berichtet, der erste Einsatz bei größeren Bauprojekten fand 1948 statt, so z.B. beim Bau des Hungry Horse Dammes in Montana, wo SFA 35 % des Portlandzementes in ca. 3 Millionen Kubikmeter Beton ersetzte) |
| vor 1939 |
Seewasserbetone auf Helgoland mit Steinkohlenflugasche (Kronsbein) |
| 1939 |
Schwerpunktthema der Jahreshauptversammlung der Technischen Vereinigung der Großkraftwerksbetreiber e.V. VGB ist die Verwertung von Flugasche und Schlacke im Bauwesen. Rostfeuerungsaschen werden im Straßen- und Wegebau verwertet. |
| ab 1950 |
Von engagierten Kraftwerkern und interessierten Bauingenieuren werden Verwertungsmöglichkeiten für verschiedene Verbrennungsrückstände entwickelt. |
| 1954 |
Gründung des VGB-Fachausschusses "Ascheverwertung und Ascheförderung". |
| nach 1955 |
Untersuchungen im VDZ (Prof. Keil) |
| 1959 |
In Österreich wird erstmals Portlandzement mit 15% Flugaschebeimahlung im Zementwerk beim Draukraftwerk Edling für 50.000 Kubikmeter Beton verwendet.
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| 1960 |
Verwendung von Flugaschebeton im Damm des Wasserkraftwerks Permantokowski (Finnland) |
| nach 1960 |
Diverse Betonbauten mit Steinkohlenflugasche im konstruktiven Ingenieurbau in Deutschland. |
| 1965 |
In England wird die erste britische Stoffnorm BS 3892 für Flugasche in Beton eingeführt. |
| seit 1966 |
Systematische Erfassung von Steinkohlenflugasche-Mengen und Verwertungen in den USA durch das Edison Electric Institute (bis 1973) und seitdem durch die American Coal Ash Association (frühere National Ash Association). |
| 1966 / 67 |
Steinkohlenflugasche wird als Betonzusatzstoff in Sturmflut-Sperrwerken (Krückau und Pinnau) verwendet. |
| 1966 - 1977 |
Bau eines Klärwerks der Emschergenossenschaft und der Schleusenbauwerke im westfälischen Kanalnetz durch die Wasser- und Schiffahrtsdirektion Münster mit Steinkohlenflugasche Untersuchungen mit dem Rasterelektronenmikroskop (Prof. Blaschke) |
| 1970 |
Erste allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (Zulassungsbescheid) einer Flugasche als "nicht selbständiges Bindemittel" (29.06.1970) durch den Minister für Wohnungsbau und öffentliche Arbeiten des Landes NRW, gültig für alle Länder der Bundesrepublik. |
| 1971 |
Herstellung des Leichtzuschlags Fluasint aus Steinkohlenflugasche (bis 1985) |
| 1973 |
Übertragung bauaufsichtlicher Aufgaben der Bundesländer auf das Institut für Bautechnik, Berlin (IfBt), Einführung der Prüfzeichenpflicht für bestimmte, nicht genormte Baustoffe; hierdurch Umwandlung der Zulassung in einen Prüfbescheid
Erteilung von 2 weiteren Prüfbescheiden (30.09.1973), bis zum Jahresende 1973 noch 4 weitere. |
| 1974 |
Das Bundes-Immissionsschutzgesetz (1.6.1974) verpflichtet die Betreiber von Kohlekraftwerken zu einer ordnungsgemäßen und schadlosen Verwertung der "Reststoffe".
0,6 Millionen Tonnen Steinkohleflugasche/Jahr werden im Beton als Zusatzstoff eingesetzt! |
| ab 1975 |
Eine neue Generation von 700 MW-Kohlekraftwerken mit Trockenfeuerung erhöhen das Jahresaufkommen an Steinkohlenflugasche beträchtlich.
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| 1975 / 76 |
Gründung des Bundesverbandes Kraftwerksnebenprodukte e.V. BVK
(21.11.1975: Errichtung der Verbandssatzung; 17.03.1976: Eintragung in das Vereinsregister) . |
| 1978 |
Erste Versuchsstrecke mit zementgebundener Steinkohlenflugasche-Tragschicht (Flugasche ersetzt natürliche Rohstoffe).
Erste Zulassung für einen Portlandflugaschezement (STEAG/Dyckerhoff) |
| 1979 |
Erste Regelung zur Senkung des Mindestzementgehaltes bei Unterwasserbeton (Massenbeton) |